Hallo meine Lieben Leser und Leserinnen,
ich hoffe es geht euch allen gut und Ihr feiert fleißig Fasching?
Heute möchte ich über die Krankheit Narkolepsi schreiben. Der Anstoß kam von einigen meiner Leserinnen die das Thema interessiert.
Narkolepsi auch bekannt als "Schlafkrankheit" oder "Schlummersucht" und gibt es bei Menschen, Hunden, Katzen und Pferden und kann eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität mit sich bringen.
Diese Nervenkrankheit tritt immer häufiger auf und gilt bis heute als unheilbar. Die Medikamentöse Behandlung ist sehr eingeschränkt und hat sehr starke Nebenwirkungen die in keiner Relation zur Besserung oder Stabilität der Krankheit stehen.
Es gibt keine allgemein gültige Ursache, sondern nur Hypothesen, die von verschiedenen Wissenschaftlern vertreten werden. Einig ist man sich, dass es sich bei Narkolepsi um eine Nervenkrankheit handelt, bei der bestimmt Teile im Zentrum des Gehirns betroffen sind. Hierbei sind alle Teile für den Schlaf-Wach-Zustand betroffen und können bei einem Defekt diesen nicht mehr regulieren.
Die Symptome einer Narkolepsi werden in vier Kategorien eingeteilt, die sich narkoleptische Tetrade nennt:
1) Schlafzwang
Dem Pferd ist den gesamten Tag über eine Grundmüdigkeit anzumerken. Das Pferd kann jederzeit einschlafen, unabhängig davon ob es gerade geritten wird oder in der Box steht. Der Schlaf kann zwischen wenigen Sekunden bis hin zu einigen Minuten dauern und das Pferd kann dies nicht kontrollieren.
2) Kataplexie
Ist der medizinische Ausdruck dafür, dass das Pferd die Kontrolle über gewisse Muskelpartien verliert. Dies wird dadurch sichtbar, dass das Pferd z.B. mit seinen Vorderbeinen einknickt. Die Augen können sowohl offen als auch geschlossen sein, d.h. das Pferd ist trotz des Kontrollverlustes bei vollem Bewusstsein.
3) Störung des Schlafrhythmus
Der normale Schlafrhythmus ist wie bei uns Menschen in bestimmte Phasen eingeteilt. Wird eine verkürzte Zeit zwischen Einschlafen und REM Phase festgestellt, so wird von einer neurologischen Erkrankung des Schlaf-Wach-Rhythmus gesprochen.
4) Schlafparalyse/ Schlaflähmung
Eine Schlaflähmung tritt im Gegensatz zur Kataplexie beim Einschlafen oder Aufwachen ein. Bestimmte Muskelpartien des Pferdes können nicht mehr bewegt werden und das Pferd kann umfallen.
In jedem Fall ist es wichtig wenn euch bei eurem Pferd Wunden auffallen, oder Ihr es umfallen seht, unbedingt einen Tierarzt zu konsultieren. Viele Krankheiten haben ähnliche Symptome wie Narkolepsi und können gut behandelt werden.
Sollte der Tierarzt bei eurem Pferd Narkolepsi feststellen, dann muss nicht gleich eine Welt zusammen brechen. Es hängt auch immer davon ab, wie oft euer Pferd die Anfälle hat und wie alt euer Pferd ist. Unter Umständen kann das Pferd auch über 20 Jahre alt glücklich Leben.
Die LMU in München betreibt wichtige Forschungsarbeit im Bereich Schlafverhalten von Pferden:
Wenn jemand gezielte Fragen hat oder sein Pferd zu Forschungszwecken abgeben möchte:
Dr. Anna- Caroline Wöhr
Tierärztliche Fakultät
Ludwig-Maximilian-Universität München
Veterinärer. 13/ Gebäude R
80539 München/ Germany
Tel: 089-218078308
E-Mail: woher@lmu.de
Ich hoffe ich konnte alle Fragen gezielt beantworten und würde mich über einen Kommentar von euch freuen. (gerne auch per E-Mail)
Eure Trixie

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