Sonntag, 21. Februar 2016

Stall ausmisten - so geht´s

Hallo meine Lieben Leser und Leserinnen,

ich hoffe es geht euch gut und Ihr hattet ein schönes Wochenende?

Heute möchte ich über das Stall ausmisten schreiben. Viele meiner jüngeren Leserinnen wollten wissen, wie genau das gemacht wird.

Für viele Pferdehalter ist es nicht gerade das Schönste, aber trotzdem ein notwendiges Übel. Die Art wie man mistet, hängt von mehreren Dingen, wie z.B. das Einstreu und der Haltungsart, ab.

Der Zweck des Mistens ist jedoch immer der gleiche: Das Pferd fühlt sich unwohl auf schmutzigen Einstreu, es wird dreckig, es können Hufschäden wie z.B. Stahlfäule entstehen und Fäulnisbakterien produzieren giftige Dämpfe, welche die Atemwege des Pferdes reizen.


Das Pferd sollte mindestens einmal am Tag gemistet werden! 


Zum ausmisten benötigt man folgende Geräte:

1) Heu / Strohgabel (3 oder vierzinkig)
2) Mistgabel oder Schaufel
3) Schubkarren
4) Besen

Zuerst trennt man mit der Strohgabel das gute Stroh von dem dreckigen, indem man das Stroh anhebt und leicht aufschüttelt- jetzt fallen die Pferdeäpfel runter und man kann das saubere trockene Stroh in einer Ecke sammeln und den Mist in einer anderen Ecke.

Anschließend kommt der gesammelte Mist mit der Mistgabel/ der Schaufel und das durchnässte Stroh in die Schubkarre. Ist die Box vollständig leer kann man ggfls. noch mit dem Besen raus kehren und alles etwas trocknen lassen - je nachdem wie nass die Box ist...

Das alte noch gute Einstreu kann nun mit der Strohgabel gleichmäßig dort verteilt werden, wo das Pferd am liebsten pinkelt, damit beim nächsten Misten das alte Stroh wieder komplett entfernt wird.
Im Normalfall muss jetzt noch frisches Stroh nachgestreut werden.

Das Einstreu muss so dick sein, dass das Pferd nicht auf dem blanken Boden liegen muss. Man denke auch, dass Pferde Stroh fressen.

Es gibt verschiedene Einstreusorten. Als Stroh bezeichnet man die Halme von Getreide, die nach der Ernte der Ähren überbleiben. Stroh ist gelb und Heu ist grünlich.
Es gibt auch Sägespäne als Einstreu oder Torf, Papierschnitzel, Strohpellets, Hanfstreu und in heißen Ländern auch Sand. Diese Einstreusorten unterscheiden sich durch unterschiedliche Saugfähigkeit, Preis, Umweltfreundlichkeit Verrottungsgeschwindigkeit, Volumen, usw...

Wenn ein anderes Einstreu als Stroh verwendet wird, dann sollten diese Pferde unbedingt Heu und Stroh zusätzlich bekommen, damit unsere Vierbeiner rund um die Uhr fressen können, sonst bekommen Sie Verdauungsprobleme, durch Langeweile sogar Verhaltensaufälligkeiten usw...

Ich hoffe ich konnte euch euren Sonntag versüßen - wenn Ihr weitere Fragen habt, dann könnt ihr euch gerne per Mail oder in einem Kommentar bei mir melden.

Eure Trixie






Mittwoch, 10. Februar 2016

Wenn das Pferd einfach einschläft - Narkolepsi

Hallo meine Lieben Leser und Leserinnen,

ich hoffe es geht euch allen gut und Ihr feiert fleißig Fasching?

Heute möchte ich über die Krankheit Narkolepsi schreiben. Der Anstoß kam von einigen meiner Leserinnen die das Thema interessiert.

Narkolepsi auch bekannt als "Schlafkrankheit" oder "Schlummersucht" und gibt es bei Menschen, Hunden, Katzen und Pferden und kann eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität mit sich bringen.

Diese Nervenkrankheit tritt immer häufiger auf und gilt bis heute als unheilbar. Die Medikamentöse Behandlung ist sehr eingeschränkt und hat sehr starke Nebenwirkungen die in keiner Relation zur Besserung oder Stabilität der Krankheit stehen.

Es gibt keine allgemein gültige Ursache, sondern nur Hypothesen, die von verschiedenen Wissenschaftlern vertreten werden. Einig ist man sich, dass es sich bei Narkolepsi um eine Nervenkrankheit handelt, bei der bestimmt Teile im Zentrum des Gehirns betroffen sind. Hierbei sind alle Teile für den Schlaf-Wach-Zustand betroffen und können bei einem Defekt diesen nicht mehr regulieren.

Die Symptome einer Narkolepsi werden in vier Kategorien eingeteilt, die sich narkoleptische Tetrade nennt:

1) Schlafzwang

Dem Pferd ist den gesamten Tag über eine Grundmüdigkeit anzumerken. Das Pferd kann jederzeit einschlafen, unabhängig davon ob es gerade geritten wird oder in der Box steht. Der Schlaf kann zwischen wenigen Sekunden bis hin zu einigen Minuten dauern und das Pferd kann dies nicht kontrollieren.

2) Kataplexie

Ist der medizinische Ausdruck dafür, dass das Pferd die Kontrolle über gewisse Muskelpartien verliert. Dies wird dadurch sichtbar, dass das Pferd z.B. mit seinen Vorderbeinen einknickt. Die Augen können sowohl offen als auch geschlossen sein, d.h. das Pferd ist trotz des Kontrollverlustes bei vollem Bewusstsein.

3) Störung des Schlafrhythmus

Der normale Schlafrhythmus ist wie bei uns Menschen in bestimmte Phasen eingeteilt. Wird eine verkürzte Zeit zwischen Einschlafen und REM Phase festgestellt, so wird von einer neurologischen Erkrankung des Schlaf-Wach-Rhythmus gesprochen.

4) Schlafparalyse/ Schlaflähmung

Eine Schlaflähmung tritt im Gegensatz zur Kataplexie beim Einschlafen oder Aufwachen ein. Bestimmte Muskelpartien des Pferdes können nicht mehr bewegt werden und das Pferd kann umfallen.

In jedem Fall ist es wichtig wenn euch bei eurem Pferd Wunden auffallen, oder Ihr es umfallen seht, unbedingt einen Tierarzt zu konsultieren. Viele Krankheiten haben ähnliche Symptome wie Narkolepsi und können gut behandelt werden.

Sollte der Tierarzt bei eurem Pferd Narkolepsi feststellen, dann muss nicht gleich eine Welt zusammen brechen. Es hängt auch immer davon ab, wie oft euer Pferd die Anfälle hat und wie alt euer Pferd ist. Unter Umständen kann das Pferd auch über 20 Jahre alt glücklich Leben.

Die LMU in München betreibt wichtige Forschungsarbeit im Bereich Schlafverhalten von Pferden:
Wenn jemand gezielte Fragen hat oder sein Pferd zu Forschungszwecken abgeben möchte:

Dr. Anna- Caroline Wöhr
Tierärztliche Fakultät
Ludwig-Maximilian-Universität München
Veterinärer. 13/ Gebäude R
80539 München/ Germany

Tel: 089-218078308
E-Mail: woher@lmu.de

Ich hoffe ich konnte alle Fragen gezielt beantworten und würde mich über einen Kommentar von euch freuen. (gerne auch per E-Mail)

Eure Trixie 


Montag, 8. Februar 2016

Die Geschichte unserer Pferde

Hallo meine Lieben,

heute möchte ich mit euch ein bisschen in der Geschichte der Pferde stöbern.

Die Gattung Pferd ,lat. Equidae, Equus, umfasst die Untergattung der Pferde (equus caballus), der Zebras (equus Zebra), der Esel (equus asinus) und der Pferdeesel (equus hemionus).

Alle diese Untergattungen lassen sich auf einen gemeinsamen Vorfahren, den Pliohippus, zurückführen. Dieser lebte vor etwa 6 Millionen Jahren und stellte den ersten echten Einhufer der Geschichte dar.

Über die weitere Entwicklung der Pferde gibt es verschiedene Meinungen. Man geht allgemein von 4 Urtypen aus, welche in zwei Pony und zwei Pferdetypen eingeteilt werden:

Typ 1) Das Nordpony

war ein mittelgroßes, kräftiges Tier von etwa 1,20m Stockmaß, hat kleine Ohren aber große Nasenhöhlen und ein torfbraunes Fell mit Aufhellungen an der Körperunterseite, an Maul und Augen.
Sein Verbreitungsgebiet erstreckte sich über ganz Nordeuropa und Teile Ostasiens bis nach Nordspanien, Irland und Kleinasien.

Typ 2) Das Tundrenpony

war 1,40 - 1,70m groß und ebenfalls kräftig. Sein Rumpf  war  tonnig und lang, die Schulter hingegen  steil und die Kruppe abschüssig. Die Fellfarbe war eher ein Graubraun oder Braun mit flecken. Der lange ramsnasige Kopf und die schmalen Nüstern und Augen waren der ideale Schutz vor Schnee und Kälte ,denn diese Pferde leben entlang der nördlichen Verbreitungsgrenze.

Typ 3) Das Ramskopfpferd

Das Verbreitungsgebiet dieses größeren der beiden Südpferdetypen reichte von Asien bis nach Südeuropa und Nordafrika. Sein Hals war lang und hoch aufgesetzt, sein Kopf war lang, schlank und leicht geramst, die Schulter- und Krippenformation begünstigte in Verbindung mit langen, schlanken Beinen die elastischen Bewegungen. Die Größe lag zwischen 1,40 und 1,60m eventuell sogar etwas darüber.

Typ 4) Das Steppenpferd

Als kleineres der beiden Südpferde - Stockmaß ca. 1,20m - war sein Verbreitungsgebiet der gesamte subtropische Gürtel Südasiens über den Orient bis hin zu Ägypten. Es hatte einen kleinen Kopf, große Augen und Nüstern und kleine Ohren. Hals und Kopf wurden hoch getragen um Feinde besser sehen oder wittern zu können. Der Rumpf war kurz, tief und recht schmal. In Kombination mit seiner steilen Schulter und der waagerechten Kruppe konnte dieses Pferd schnell, flach und ausdauernd galoppieren. Sein Langhaar war dünn und der Schweif wurde hoch getragen. Die schlanken, sehnigen Beine mit den harten Hufen waren ideal für einen schnellen Lauf.

Vermutlich wird aufgrund dessen dieser Urtyp fälschlicherweise in der Literatur als Urvollblüter bezeichnet.

Betrachtet man die Geschichte des Pferdes bewegen wir uns als Mensch durch die Jahrtausende auf einem weiten Feld zwischen gnadenloser , wirtschaftlicher Ausbeutung, Tod (Kriegszeiten), Verehrung im Kult und Mythos (Religion) bis hin zu echter tief empfundener ,emotionaler Hinwendung.

Für mich ist mein Bub mein Seelenverwandter - ich bin jeden Tag dankbar, dass wir uns gefunden haben.

Ich hoffe ich konnte euch euren Montag versüßen und wünsche euch eine schöne Restwoche...

Eure Trixie 

Jugador <3