Montag, 12. Oktober 2015

Irrgarten der Gebisse

Hallo meine Lieben Leser und Leserinnen,

leider hatte ich mal wieder jede Menge zu tun und konnte nicht wie von mir geplant 1 x wöchentlich neues für euch Posten.

Dafür habe ich heute einen wichtigen Post für Euch. Heute geht es um Gebisse. Es gibt ja mittlerweile wirklich viel darüber zu lesen und ich habe die Erfahrung gemacht, dass an jedem Reitstall ein anderer "Trend" herrscht.

Generell sollte man als Reiter über die unterschiedlichen Gebisse Bescheid wissen. Ich selbst habe , wie sicher viele andere auch, von klein auf gelernt, dass eine "Wassertrense" ein sanftes Gebiss ist. Ich muss auch gestehen, dass ich mich lange Zeit N I C H T mit dem Thema auseinander gesetzt habe.

Als Jugador und ich uns gefunden haben, musste ich schnell umdenken und feststellen, dass ich einiges an Wissen aufarbeiten muss. Das Thema Gebisse ist ziemlich umstritten und ich möchte gleich vorweg sagen, dass ich nur meine persönlichen Eindrücke und Erfahrungen wiedergebe!

Die gewöhnliche, einfach gebrochene Trense. Hier liegen zwei Metallteile im Pferdemaul, der linke Zügel steuert das linke, der rechte Zügel das rechte Metallstück an.

Bei einem doppelt gebrochenen Mundstück verwässert diese Trennung von links und rechts. Bei beiden Gebissen ist der Trensenring beweglich.

Die Olivenkopf und Schenkeltrense haben beide feste Trensenringe. Ich habe mir sagen lassen, beide seien für Reiter mit unruhiger Hand geeignet. Mein Bub hatte schmerzen mit der Schenkeltrense und wollte das Gebiss nicht annehmen, deswegen sind wir schnell auf die Olivenkopf umgestiegen. Mit dieser läuft er im Moment sehr gut.

Die klassischen Hebelgebisse haben eine Stange als Mundstück. Die ist nicht dafür gemacht, die linke oder rechte Maulhälfte anzusprechen. Wenn die Zügel angenommen werden dreht sich die Stange im Maul und über die Kinnkette entsteht Druck am Kiefer und über die Verschnallung entsteht Druck im Genick! Die Wirkweise der Kandarre ist vertikal.

Ich bin kein Freund der Kandarre. Ich könnte damit nicht "sanft" umgehen und ich will mein Pferd nicht verletzen und ich bin der Überzeugung, dass man KEINE Kandarre oder ein anderes scharfes Gebiss benötigt um sein Pferd zu biegen , zu stellen, in Aufrichtung zu reiten .. etc .. Für mich ist dieses Gebiss schon fast ein Folterinstrument mit dem vermutlich die wenigsten umgehen können!

Ich bin bewusst nicht auf jedes Gebiss, dass es so gibt, einzeln eingegangen. Meiner Meinung nach gibt es darüber genug Literatur.

Jedes Gebiss hat Potential dein Pferd zu verletzen. Grobes, dauerhaftes und ruckartiges Anziehen der Zügel ist also - egal bei welchem Gebiss- ein absolutes NO GO !!!

Die Auswahl des richtigen Gebisses hängt nicht nur davon ab was genau du mit deinem Pferd machen willst, sondern auch auf welchem Ausbildungsstand sich Mensch und Pferd befinden. Hier sollte im Zweifelsfall immer ein Profi helfen.  Außerdem zeigt euch euer Pferd sehr deutlich wie es das Gebiss findet und wenn wir alle ein bisschen weniger auf uns selbst sondern auf unseren Vierbeiner schauen, bedanken sich unsere Pferde sicher bei uns!

Welche Gebisse habt Ihr schon ausprobiert und wie waren Eure Erfahrungen damit?
Schreibt mir gerne einen Kommentar oder eine E-Mail, ich freu mich immer über Nachrichten!

Eure Trixie





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